Ein Traum wird Wirklichkeit

Warum ein Jahr in den USA?

1996 habe ich mit meinen Eltern in Houston, Texas gelebt und dort auch das „Heart´s Home“, eine Art Kindergarten, besucht. Bei weiteren USA-Reisen mit meinen Eltern lernte ich die Vereinigten Staaten jeweils ein Stückchen besser kennen und war von Land und Leuten fasziniert. Alles schien ein wenig größer
als in Europa: die Landschaft, die Städte, die Autos, die Eisportionen...

Und so war es seit der 7. Klasse mein Traum, ein Jahr in den USA zu verbringen, denn ich hoffe, dass ich während meines Aufenthaltes in Übersee neue Menschen kennen lernen, einen Einblick in deren Kultur und Alltag bekommen, neue Freundschaften schließen, ganz viele Erfahrungen sammeln und natürlich mein Englisch verbessern kann. Außerdem denke ich, dass man durch so ein Auslandsjahr die Chance hat, seine Persönlichkeit zu entwickeln und ein Stück weit erwachsener und verantwortungsvoller zu werden.

Um in den USA eine Schule besuchen zu können, braucht man eine Organisation, die die notwendigen Papiere dafür zur Verfügung stellt: Meine Organisation heißt international experience e.V. (iE). Nach dem Ausfüllen der Bewerbungsunterlagen und einem persönlichen Interview, wurden wir Austauschschüler aus ganz Deutschland an einem Wochenende auf dieses Jahr vorbereitet: Wir mussten z.B einen sog. SLEP-Test bestehen, um sicher zu stellen, dass unser Englisch zum „Überleben“ reicht.





vor dem Senat

Basketball



Football


Außerdem haben wir viele Vorträge über z.B. Versicherung, Verhalten, Visum, Schule und die Menschen in den USA gehört. Nach diesem Wochenende fing die Papierarbeit dann richtig an: Stapel- weise Dokumente warteten darauf, ausgefüllt zu werden, und außerdem musste ich mich mehrere Male impfen lassen und Gesundheitstests bestehen.

Und dann benötigte ich natürlich noch ein Visum, um überhaupt in die USA einreisen zu dürfen. Mein Visum heißt J1, für welches ich auch wieder unglaublich viele Formulare ausfüllen musste. Auffällig dabei waren aber vor allem die immer wiederkehrenden Fragen zur Kriminalität: Ich musste nicht nur einmal bestätigen, dass ich nicht mit Drogen handle, nicht plane, einen Anschlag zu verüben, den Präsidenten nicht umbringen will und keinen Kontakt zu Terrorgruppen habe, hatte, bzw. haben werde…

Und nachdem ich dann das alles hinter mir hatte, musste ich noch persönlich bei der amerikanischen Botschaft in Frankfurt vorsprechen, um mein Visum endgültig in Auftrag zu geben.

New York

New York

Natürlich muss man, wenn man ein Jahr weg ist, seine Hobbies und Aktivitäten in der Heimat aufgeben, so musste ich z.B. mein Pferd abgeben, den Klavierunterricht kündigen und mich von meinen Sport- kollegen und Freundinnen verabschieden.

Und dann ist da natürlich noch die Familie… Also bei mir war es zum Glück der Fall, dass mich alle in meiner Entscheidung unterstützt haben. Der Abschied fiel zwar schwer, aber ich habe so sehr diesem „Abenteuer“ entgegengefiebert, dass die Vorfreude überwog.

Als ich dann aber am Flughafen zum Abschied „Leaving on a jet plane“ für meine Eltern gesungen habe, sind doch ein paar Tränen gekullert…

…aber in einem Jahr bin ich ja schon wieder da!